IM-Sommersammlung für die Marienkirche in Deitingen (SO) – Dank für jede Spende!
Der markante Turm der Marienkirche Deitingen mit der Zwiebelhaube aus den Jahren 1707/1708.
Ihre heutige Grundform erhielt die Kirche beim grossen Neubau von 1686 bis 1691. Der Turm bekam 1707/1708 die bis heute charakteristische Zwiebelhaube. Besonders prägend für das heutige Erscheinungsbild waren die Umbauten des frühen 19. Jahrhunderts. Zwischen 1816 und 1819 wurde das Langhaus verlängert und im klassizistischen Stil neugestaltet. Die Kirche erhielt ihre helle, weite Raumwirkung mit flachgedecktem Saalraum, Pilastergliederung und einfacher, eleganter Architektur. Im 20. Jahrhundert erlebte die Kirche mehrere umfassende Restaurierungen. Zwischen 1901 und 1906 wurden grosse Renovationsarbeiten durchgeführt; aus dieser Zeit stammt auch das bis heute erhaltene Deckengemälde von Joseph Heimgartner. Es zeigt die Himmelfahrt Mariens und enthält im unteren Teil eine zeitgenössische Darstellung des Dorfes Deitingen mit Kirchturm und Jurakette. Eine puristische Restaurierung erfolgte 1969 bis 1971, wodurch zahlreiche historische Elemente verloren gingen. 1988 bis 1990 korrigierte man einen Teil dieser Veränderungen.

Die wertvolle Ausstattung der Kirche
Die Ausstattung der Kirche zählt zu den wertvollsten im Wasseramt. Bedeutend ist der Hochaltar von Joseph Bucher von 1860 mit dem Gemälde der Himmelfahrt Christi von Paul Deschwanden. Daneben stehen die barocken Figuren des heiligen Joseph und des heiligen Christophorus (um 1723). Besonders kostbar ist das barocke Chorgestühl von 1707, geschaffen vom Mönch Rochus Frey aus St. Urban. Die geschnitzten Apostel- und Heiligenbüsten sowie die gemalten Passionsszenen machen es zu einem kunsthistorisch bedeutenden Werk. Ebenfalls hervorzuheben ist die farbig gefasste Muttergottesstatue mit Kind von 1646. Zur weiteren Ausstattung gehören die klassizistische Kanzel, ein Kruzifix, der Passionsweg nach Vorlagen von Paul Deschwanden sowie mehrere historische Kelche, Monstranzen und liturgische Geräte aus dem Umfeld des Klosters St. Urban. Neben der Kirche befindet sich die 2019 mit Hilfe der Inländischen Mission renovierte Antoniuskapelle, die 2020 feierlich eingeweiht wurde.

Mutige und kluge Kirchgemeinde
Der Kirchgemeinderat liess 2017 erste Abklärungen zur Innensanierung durchführen. Die Kosten von über zwei Millionen Franken bewogen ihn, einen weit kostengünstigeren und pragmatischeren Weg einzuschlagen. Die laufende Sanierung kostet rund 780 000 Franken und wird von der Kantonalen Denkmalpflege sowie von der Synode und der Einwohnergemeinde unterstützt. Die Kirchgemeinde mit 810 Angehörigen kann damit nur knapp die Hälfte der Kosten begleichen, sodass Hilfe von aussen unbedingt nötig ist. (ufw)
Die Inländische Mission unterstützt die Innensanierung der eindrücklichen und unter Denkmalschutz stehenden Pfarrkirche Deitingen mit Überzeugung. Die Pfarrei Deitingen bildet mit dem Kirchenchor, der Frauengemeinschaft, der Jubla und dem Team 72, eine Organisation für Jugendliche und junge Erwachsene, die Pfarreitraditionen weiterträgt, sowie dem Weltverein (Sozialhilfe und Entwicklungszusammenarbeit) und weiteren Gläubigen eine lebendige Gemeinschaft.
Die Inländische Mission unterstützt die Innensanierung der Kirche mit einem zinslosen Darlehen und der Sommersammlung 2026, wobei jeder Spendenfranken ohne Abzüge der Kirchgemeinde weitergegeben wird. – Herzlichen Dank für jede Spende!