Bewegte Geschichte – lange Tradition
Die Inländische Mission ist das älteste katholische Hilfswerk der Schweiz. Sie wurde 1863 von aufgeweckten Laien in Zug gegründet.
1863-1963: In den Anfangsjahren baut die Inländische Mission unzählige Missionsstationen in den reformierten Kantonen auf und unterstützt katholische Priester in diesen Diasporagebieten. Den Katholikinnen und Katholiken soll in der Fremde religiöse und menschliche Heimat geboten werden. Bis 1938 hat die Inländische Mission die kirchliche Infrastruktur und das Pfarreileben in über 300 Ortschaften unterstützt, in den Kriegsjahren kommt mit der Interniertenseelsorge eine neue Aufgabe hinzu.
Seit 1964: Mit der rechtlichen Gleichstellung der Katholiken in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und der Einrichtung von römisch-katholischen Kirchgemeinden und Kantonalkirchen in vielen Diasporakantonen wird die finanzielle Situation für das kirchliche Leben enorm verbessert. Die Situation kehrt sich über die Jahre um: Früher arme Diasporagebiete umfassen heute häufig mehr Katholiken als die Stammlande. Zudem sind die früheren Diasporakantone finanziell oftmals besser gestellt als die ursprünglich katholischen Kantone.
Heute: Im Gegensatz zu früher sind die kleinen Kirchgemeinden in den vielen Berg- und Randgebieten der Schweiz bedürftig geworden. Hier unterstützt die Inländische Mission Kirchenrenovationen und Seelsorgeprojekten und greift Seelsorgenden in finanziellen Notlagen unter die Arme. Angesichts der Mittelknappheit auf nationaler und zum Teil auch auf kantonaler und regionaler Ebene wird die freiwillige Unterstützung von Projekten der katholischen Kirche in der Schweiz immer wichtiger.
Quelle: «Katholizismus in Bewegung. 150 Jahre Inländische Mission». Die Festschrift zum IM-Jubiläum wurde verfasst vom heutigen IM-Geschäftsführer und Kirchenhistoriker Dr. Urban Fink-Wagner.
Die Festschrift im PDF-Format und Bestellmöglichkeit der Druckausgabe
Jubiläumsfeier IM und SBK 2013: «Miteinander Kirche bauen»
Im Jahr 2013 feierte auch die Schweizer Bischofskonferenz ihr 150-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum beging sie am 2. Juni 2013 gemeinsam mit der IM an einer grossen Feier in Einsiedeln mit feierlichem Gottesdienst und Fest im Abteihof. An der öffentlichen Feier nahmen Gäste aus der ganzen Schweiz teil, davon zahlreiche Ehrengäste aus Kantonen, Landeskirchen, Hilfswerken und der Ökumene. Als besonderer Gast wurde Bundesrätin Doris Leuthard empfangen. Für die kirchenmusikalische Gestaltung waren 150 Stimmen aus allen Diözesen verantwortlich: Ein interdiözesaner Kinder- und Jugendchor, in dem sowohl grosse Kathedralchöre als auch ein kleiner Kinderchor mitsangen. Am Fest im Abteihof konnten die Teilnehmer volkstümliche Musik und ein reichhaltiger, vielfältiger Imbiss geniessen.
Predigt von Bischof Markus Büchel, SBK-Präsident
Rede von Ständerat Paul Niederberger, IM-Präsident
Kulturausflug als Abschluss des Jubiläumsjahres
Am Samstag, 12. Oktober 2013 führte die Inländische Mission (IM) rund 60 Personen ins Obergoms zum alljährlichen Kulturausflug. Dieser bildete gleichzeitig den Abschluss des Jubiläumsjahres. Die Besucher konnten sich vor Ort ein konkretes Bild davon machen, wie sich die IM für die Seelsorge und den Kirchenerhalt in der Schweiz einsetzt. An diesem sonnigen Nachmittag brachte IM-Vorstandsmitglied Urs Staub den Teilnehmern die bewundernswerten kulturhistorischen Schätze der Walliser Ortschaften Münster-Reckingen näher. Nach einem abwechslungsreichen Programm kehrten alle Ausflügler zufrieden und von tollen Eindrücken gestärkt nach Hause zurück. Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgemacht haben und an die Vertreter der Pfarrei Münster, Silvan Jergen und Pfr. Anton Carlen, für ihr grosses Engagement, damit dieser Kulturausflug zu einem Highlight werden konnte!