Frühlingssammlung der IM für das Oratorio San Rocco in Certara TI
Das Oratorio San Rocco im Zentrum von Certara. (Foto: zVg)
Das im Dorfzentrum gelegene Oratorio San Rocco ist wegen der guten Erreichbarkeit wichtiger als die entlegene Pfarrkirche unterhalb des Dorfes. Diese Kapelle aber ist schwer beschädigt und muss unbedingt saniert werden. Am dringlichsten ist die Dachsanierung, da bereits Wasser in das Gebäude eindringt und das Unterdach stark beschädigt ist, was auch bei den Seitenwänden der Fall ist. Die Holzdecke in der Sakristei muss komplett erneuert werden.
Die Nässe schadet auch den Aussenmauern, die komplett saniert und gegen Feuchtigkeit abgedichtet werden müssen. Ein Teil des Mobiliars, einige sakrale Gegenstände und die Heizelemente der Kirche müssen ersetzt und die Wände neu gestrichen werden.
Gesamtkosten von 72 500 Franken
Die Inländische Mission hofft sehr, die budgetierten Gesamtkosten von 72 500 Franken decken zu können. Diese Kosten setzen sich zusammen aus: Restaurierung der Aussenfassade und der Innenwände inklusiv Regenwasserentsorgung 14 000 Franken; Spengler- und Zimmermannsarbeiten 38 000 Franken; Malerarbeiten und Unvorhergesehenes: 20 500 Franken.
Der Präsident der neuen Pfarrei Colla setzt sich zusammen mit den Gläubigen der neuen Pfarrei, zu der auch Certara gehört, mit Begeisterung für die Restaurierung von San Rocco ein.
Viele bedürftige Bergpfarreien
Nicht nur die kleine Glaubensgemeinschaft in Certara ist finanziell überfordert. Das Bistum Lugano weist rund 250 Pfarreien auf, unter denen vor allem die kleinen Bergpfarreien unterstützungsbedürftig sind. Wie alle Schweizer Bistümer kann das Bistum Lugano alle zwei Jahre zugunsten der Restaurierung einer Pfarrkirche von der Epiphaniekollekte profitieren. Regelmässig wird, wie im vorliegenden Fall, auch eine Frühlings- oder Sommersammlung zugunsten der Kirchenrenovation einer Tessiner Pfarrei durchgeführt. Dazu gewährt die Inländische Mission À-fonds-perdu-Beiträge und Darlehen.
Über die Kirchenrenovationen hinaus wird ein Teil der Finanzierung der Seelsorge in kleinen Tessiner Bergpfarreien durch die Bettagskollekte unterstützt. Gegenwärtig sind noch 15 Darlehen offen, deren Rückzahlung für kleine Bergpfarreien sehr schwierig ist. Sollte die gegenwärtige Frühlingssammlung mehr als die für die Restaurierung des Oratorio in Certara nötigen Betrags einbringen, wird das zusätzliche Geld für die Darlehensminderung eingesetzt, sodass weitere Tessiner Pfarreien entlastet werden. (ufw)
Lesen Sie mehr zur Geschichte der Pfarrei Certara sowie zu Landwirtschaft und Religion im Alpenraum in der aktuellen Ausgabe des IM-Magazins.