Weniger Kirchenaustritte, aber Veränderungen braucht es dennoch

Die Klemens-Kirche in Bex von aussen. (Foto: zVg)

Das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) hat am 18. September die neuen Zahlen der Schweizer Kirchenstatistik 2025 vorgestellt. Die Zahl der Kirchenaustritte ist 2025 zum zweiten Mal in Folge deutlich gesunken. Gleichzeitig hält der langfristige Rückgang der Mitgliederzahlen an. Taufen und kirchliche Trauungen nehmen weiter ab, während Erwachsenentaufen an Bedeutung und Sichtbarkeit gewinnen.

Offen sein für das, was passiert

Bei der Präsentation der Statistik hielt Bischof Beat Grögli, Bischof von St. Gallen und in der Schweizer Bischofskonferenz zuständig für Pastoral, fest, dass sich die langjährigen Trends im Bereich der Kirchenstatistik fortsetzen würden. «Das müssen wir anerkennen – und zugleich realistisch suchen, was wir als Kirchen tun können und was nicht», so Bischof Grögli. Der Rückgang der Austrittszahlen sei erfreulich, doch dies sei kein Grund, Veränderungen nicht anzugehen.

Kirchen würden sich nicht steuern lassen wie Konzerne, erklärte Beat Grögli weiter. Das heisse, dass in der Kirche handwerklich gut gearbeitet werden und dafür auch Verantwortung übernommen werden müsse. Vor allem bedeute es, dass die Verantwortlichen «bei allem notwendigen Management zuerst offen sein müssen für das, was passiert, das hören müssen, was Menschen beschäftigt, erfreut oder besorgt, ängstigt oder hoffen lässt.»