Kern der Seelsorge im Gesundheitswesen ist es, präsent zu sein

Hände. (Foto: Pixabay)

Vor einem Jahr hat das ökumenische Kompetenzzentrum Seelsorge im Gesundheitswesen seine Arbeit aufgenommen. Es stellt sicher, dass die Stimmen der christlichen Kirchen in gesundheitspolitischen Debatten Gehör finden und «die kirchliche Seelsorge als unverzichtbarer Bestandteil des Gesundheitswesens sichtbar bleibt und gestärkt wird», wie es damals hiess. Damit nehmen die Kirchen gemeinsam Verantwortung für Menschen in herausfordernden Lebenssituationen wahr.

Ein Beitrag aus der Videoserie Lumen der Schweizer Bischofskonferenz gibt Einblick in den Alltag einer im Gesundheitswesen tätigen Seelsorgerin.

Dasein und zuhören. Damit bringt die Seelsorgerin das Wesen der geistlichen Begleitung auf den Punkt. Der Kern dieses kirchlichen Dienstes bestehe denn auch darin, die Möglichkeit eines allgemeinen und manchmal auch ganz spezifisch religiösen Gesprächs anzubieten, sagt Claudia Kohli, die das Kompetenzzentrum Seelsorge im Gesundheitswesen leitet.

Seelsorge trotz Kostendruck sichern

Anfang 2026 fand in Bern die erste nationale Konferenz des Kompetenzzentrums Seelsorge im Gesundheitswesen statt. Rund 80 Fachpersonen aus Kirchen, Religionsgemeinschaften, Berufsverband, Weiterbildung und Praxis diskutierten, wie Seelsorge als professioneller Bestandteil einer ganzheitlichen Gesundheitsversorgung unter wachsendem Kostendruck und gesellschaftlicher Vielfalt langfristig gesichert werden kann.

Gegründet wurde das Kompetenzzentrum von der Schweizer Bischofskonferenz (SBK), der Evangelischen Kirche Schweiz (EKS) und der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ). Es hat seinen Sitz im Generalsekretariat der EKS in Bern.