Das «Chileli vo Wasse» benötigt eine umfassende Sanierung
Gemeindegottesdienst in der Kirche St. Gallus in Wassen. (Bild: zVg)
Die Gemeinde Wassen im Kanton Uri ist seit langer Zeit geprägt durch seine Lage an Säumerwegen und der Gotthardpassstrecke. Die unter anderem von hier aus erfolgen Bauten für die Gotthardbahn hatten grosse Auswirkungen auf die Gemeinde und damit auch auf die Pfarrei. Zwischen 1872 und 1882 wuchs die Bevölkerung des Dorfes im Sommer auf nicht weniger 5000 Personen an!
Ein barockes Schmuckstück an der Gotthardroute
Die barocke Kirche wurde von dem aus Realp stammenden Pfarrer Johann Anton Christen gestiftet und 1734 eingeweiht. Derselbe Priester legte auch den Grund für eine geistliche Erneuerung der Pfarrei. Die eindrücklichen Altäre des Walliser Künstlers Jost Ritz und die Deckengemälde aus dem Leben des Kirchenpatrons Gallus geben dieser Kirche eine eindrückliche Gestaltung.

Nach der letzten Renovation zwischen 1965 und 1967 ist aktuell wiederum eine umfassende Sanierung notwendig. Dazu gehört im Innern die sorgfältige Reinigung und teils Restaurierung der wertvollen Malereien und Altäre. Aber auch elektrische Anlagen müssen erneuert werden, und der Bau einer behindertengerechten Rampe zur Kirche ist vorgesehen. Weiter stehen in Wassen die Sanierung des Friedhofs und die Auffrischung des Beinhauses an.
Zu hohe Kosten für kleine Pfarrei
All diese Arbeiten sind kein Wunschdenken! Die kleine Kirchgemeinde kann die Kosten von 3,5 Mio. Franken aus eigener Kraft jedoch unmöglich allein tragen. Denn heute umfasst die Kirchgemeinde nur noch 250 Einwohner.
Durch den Kabarettisten Emil Steinberger und die Musikergruppe Lu & Leduc hat die Kirche von Wassen auch in der Unterhaltungskultur einen festen Stellenwert bekommen. Durch die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels ist die so geschichtsträchtige Kirche aber selbst für viele Reisende auf der Nord-Süd-Achse gar nicht mehr sichtbar. So bitten Sie die Inländische Mission zusammen mit dem Bistum Chur um Unterstützung der Arbeiten für diese so bekannte Kirche an der Gotthardstrecke und bedanken sich für jede Spende!
Der Turm der «roten Kirche» muss saniert werden
Ein weiterer Kirchenbau, dessen Renovation mit der Epiphaniekollekte 2027 unterstützt wird, ist in der Romandie durch ihre Erscheinung berühmt: Die «rote Kirche» von Neuenburg. Um 1900 erbaut wurde die im Heiligen Jahr 2025 stark besuchte Marienwallfahrtskirche zwischen 1986 und 2000 komplett saniert. Nun steht die Renovation des Kirchturms an.

Die Kosten von 660’000 Franken sind für die Pfarrei allein nicht tragbar. Im Kanton Neuenburg dürfen auch keine obligatrorischen Kirchensteuern erhoben werden, durch die der Immobilienunterhalt mitfinanziert werden könnte. Das Bistum Lausanne, Genf und Freiburg, zu welchem der Kanton Neuenburg gehört, bedankt sich zusammen mit der IM herzlich für jede Unterstützung!
Kleine jurassische Kirchgemeinde braucht Unterstützung
Die Geschichte geht manchmal eigenartige Wege: Eine von französischen Truppen zerstörte und 1744 wiedererbaute Prioratskirche im Kanton Jura wurde im 19. Jahrhundert wiederum zerstört. Die drei reichverzierten Holzaltäre des berühmten Bildhauers Jean-Pierre Breton konnten jedoch rechtzeitig in die Pfarrkirche St. Martin von Montignez überführt und damit gerettet werden.

Die Innenrestaurierung mit den drei unter anderem durch Schädlingsbefall bedrohten Altäre und der dem gleichen Bildhauer zugeschriebene Kanzel ist auf 530’000 Franken veranschlagt. Ein Betrag, den die Kirchgemeinde mit 130 Mitgliedern aus eigener Kraft nicht finanzieren kann. Die Inländische Mission und das Bistum Basel bedanken sich für jede Unterstützung!
Die Schweizer Bischöfe und Territorialäbte empfehlen die Epiphaniekollekte der Inländischen Mission allen Spenderinnen und Spendern. Mit der Unterstützung dieser drei Projekte wird ein deutliches Zeichen gelebter Solidarität für finanziell schwache katholische Pfarreien gesetzt.
Herzlichen Dank für jede Spende!
